BGBJ, Indonesien
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BGBJ hilft Kindern auf Südostasiens grösster Mülldeponie.
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BGBJ lässt sich in «Die Samen von Bantar Gebang» übersetzen. Jeden Tag werden 6000 Tonnen von Jakartas Abfall auf der offenen Deponie Bantar Gabang entsorgt. BGBJ unterstützt Familien, die ihr Einkommen durch das Sammeln von Abfall auf der Deponie sichern. Plastik, Papier, Metalle, Glas und elektronischer Müll finden sich überall in Bantar Gebang. BGBJ ist eine einzigartige Bereicherung für die Gemeinschaft und fungiert als Hostel und als Hub – für Besucher und die Gemeinschaft.
Die Menschen in Bantar Gebang kämpfen mit vielen Problemen. Dazu gehören ärmliche Behausungen, fehlende Sanitäranlagen, Arbeitsunfälle, Krankheiten und unmenschliche Arbeitsbedingungen. Das kleine Einkommen durch das Abfallsammeln und fehlende Ausbildung führen dazu, dass die Familien keine Möglichkeiten haben, dieser Situation zu entfliehen. Viele Eltern schicken ihre Kinder nicht in die Schule, da diese durch das Sammeln vom Abfall zum Familieneinkommen beitragen müssen.
BGBJ glaubt daran, dass Kinder und junge Menschen der Samen für eine positive Zukunft auf der Deponie sind. BGBJ bietet Schulung, Training, Essen und Freude für die Kinder. Mit der Schulung und dem Training der Kinder bietet BGBJ Alternativen, Werkzeuge und das Wissen um aus dem Armutszyklus auszubrechen und eine gesunde und sichere Umwelt zu schaffen.
BGBJ wurde mit der Hilfe, dem Support und dem Einsatz der Besucher aufgebaut. Bei BGBJ sind Hostelgäste aus der ganzen Welt willkommen, um auf Banter Gebang zu schlafen und die Realität des Lebens auf der Mülldeponie zu erfahren. Bei Interesse, schau doch auf der Homepage von BGBJ vorbei.
Resa Boenard ist auf Bantar Gebang, einer Mülldeponie neben Jakarta, aufgewachsen. Nach ihrem Studium kehrte sie nach Bantar Gebang zurück , erwarb ein Stück Land und gründete die Organisation BGBJ, die sie bis heute führt. Die Kinder nennen sie “Ka”, was so viel wie «grosse Schwester» bedeutet. Resa - auch liebevoll die "Müllprinzessin" genannt - ermöglicht den Kindern und ihren Eltern, die auf der Mülldeponie leben, Bildung, Nahrung und fördert die Hilfe zur Selbsthilfe, um den Kreislauf der Armut zu durchbrechen. Resas Familie zog von Padang in West Sumatra nach Bantar Gebang, als sie sechs Jahre alt war. Zu dieser Zeit war Bantar Gebang grün und voller Reisfelder. Als sie sah, wie sich diese Felder langsam in Müllberge verwandelten, wurde Resa zu der Umweltaktivistin, die sie heute ist. Von einem jungen Mädchen, das in der Schule gehänselt wurde, weil sie nach Müll roch, bis hin zu der starken Aktivistin, die sie heute ist, ist Resa eine Inspiration für alle Jugendlichen in Bantar Gebang. Resa ist eine Abfallexpertin und Sozialunternehmerin. Mit ihrer Erfahrung in den Bereichen Gemeindeentwicklung, informelle Abfallwirtschaft und Marketing setzt sie sich für die Frauen und Kinder der Mülldeponie Bantar Gebang ein, die überwiegend in Armut leben. Sie ist bei NGOs und Aktivisten, die sich mit Umweltfragen und Unternehmertum befassen, als Vermittlerin bekannt. Sie hat bereits mehrere Auszeichnungen für ihre unternehmerischen Fähigkeiten und ihren Einsatz für die Gemeinschaft erhalten.